ca. 300.000 v. Chr.
Gemeinsame Ursprünge in Afrika
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Sowohl die väterliche Linie (Y-Adam, Zentralafrika) als auch die mütterliche Linie (mt-Eva, Ostafrika) beginnen in Afrika. Von dort wandern beide Linien unabhängig über das Horn von Afrika und die Arabische Halbinsel nach Vorderasien.
DNA-Analyse
ca. 40.000 v. Chr.
Väterliche Linie: Haplogruppe J
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Im Nahen Osten entsteht die J-Haplogruppe. Der Zweig J2 bildet sich ca. 25.000 v. Chr. in Anatolien während der letzten Eiszeit heraus.
DNA-Analyse
ca. 25.000 v. Chr.
Mütterliche Linie: Haplogruppe H
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In Westanatolien entsteht die H-Linie — heute die häufigste mütterliche Haplogruppe in Europa. Sie erreicht über den Balkan Mitteleuropa.
DNA-Analyse
ca. 6.500 v. Chr.
Neolithische Expansion
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Frühe Ackerbauern bringen die J2-Linien über den Balkan nach Mitteleuropa.
DNA-Analyse
ca. 450 n. Chr.
Der spezifische mütterliche Zweig H41a9 entsteht im Alpen-Balkan-Raum. Früheste getestete Nachkommen stammen aus Österreich und Kroatien.
DNA-Analyse
ca. 1290
Lienhard Tschurtschenthaler
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Frühester dokumentierter Vorfahre; bäuerliche Familie in Sexten (Südtirol). Ein erster fester Ankerpunkt in den Quellen.
Spitzenahn
1335
Erste Erwähnung von Preßnitz
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Der Ort im böhmischen Erzgebirge wird erstmals urkundlich genannt. Er wird später ein zentraler Schauplatz der Familiengeschichte.
Zeitgeschichte
† vor April 1558
Michel Pültz I., Schöppe in Dörnthal – Stammvater
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Tatsächlicher Stammvater und frühester belegter Pültz in Dörnthal. Seine umfangreiche Nachlassregelung im April 1558 (Gerichtsbuch Dörnthal Bd. 01, Folio 14v–18r) ist der gesicherte Beginn der Familiengeschichte im Erzgebirge und belegt die Familie als Teil der dörflichen Gerichtsschöppen. →
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Stammvater
1562
Michel Pültz in wirtschaftlicher Not
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Ein Michel Pültz (vermutlich Michel junior) muss in wirtschaftlicher Bedrängnis („fünfter Not") ein Gut an den Grundherrn Caspar von Schönberg abtreten. Ein eindrucksvoller Beleg für die Krisen der damaligen Zeit – aber nicht die erste urkundliche Nennung der Familie.
Stammreihe
ca. 1555–1650
Vater von Abraham Piltz. Er regelt in den 1610er Jahren mehrfach Land- und Erbverträge für seine Kinder. Darf nicht mit dem gleichzeitig lebenden Richter Jobst Pültz verwechselt werden.
Stammreihe
1591
Geburt von Abraham Piltz
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Sohn von Joseph Pültz. Abraham ist das entscheidende Bindeglied in die Nachbarorte: Er heiratet 1614 Maria Hengst und verlegt den Lebensmittelpunkt der direkten Stammlinie nach Blumenau/Olbernhau (urkundlich belegt 1624 als „Abraham Pültz zu Blumenau"). Ab hier lassen sich die Primärquellen der direkten Linie lückenlos nachweisen.
Stammreihe
1618–1648
Dreißigjähriger Krieg
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Verwüstung in Sachsen und Böhmen. Rahmenbedingung für erste Migrationen. Erwähnung eines Niclas Reichl in Kallich.
Zeitgeschichte
1672
Tod von Wolf Eberstaller
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Das „Verlassenschaftsprotokoll" am Reichhof (Krenglbach) gibt seltene Einblicke in Besitz und Erbfolge jener Zeit.
Eberstaller-Linie
1756–1763
Siebenjähriger Krieg
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Der Krieg verwüstet Sachsen und erschüttert die Wirtschaft des Erzgebirges nachhaltig. Seine Spätfolgen treffen in den Jahren danach besonders die Saigerhütte Grünthal.
Zeitgeschichte
1761
Geburt Friedrich August Pilz
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In Rothenthal (Sachsen). Er wird später Lehrer in Kallich und festigt die Familie in Böhmen.
Stammreihe
1768
Die Radetzky-Verbindung
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Taufe der Theresia (Apollonia Jablotzki). Ihr Taufpate ist Graf Peter Eusebius Radetzky – Beginn der sogenannten „Radetzky-Klammer".
Adelsforschung
1764–1777
Dreifachkrise an der Saigerhütte Grünthal – Auslöser der Auswanderung nach Böhmen?
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Als Spätfolge des Siebenjährigen Krieges brach der Kupferabsatz ein. Eine Klimakatastrophe 1770–1772 löste eine verheerende Hungersnot im Erzgebirge aus – der Getreidepreis verzwölffachte sich. Im Juni 1771 zerstörte ein Jahrhunderthochwasser von Flöha und Natzschung die Hammerwerke; besonders der Althammer erlitt schwere Schäden durch Treibgut und zerstörte Kunstgräben. 1777 erwog das Oberbergamt schließlich die Stilllegung des Werks. Das Zusammenwirken von Wirtschaftskrise, Naturkatastrophe und Hungersnot gilt als wahrscheinlicher Grund für die Auswanderung des Kupferhammerschmieds Carl Gottlob Biltz/Pilz (* 1738) von Grünthal nach Kallich in Böhmen.
Migration – Schlüsselereignis
1811
Geburt Vinzenz Wenzel Pilz
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Vater der unehelichen Söhne Vinzenz & Alois Vjekoslav. Begründer der Förstertradition in der Familie.
Stammreihe
1834
Alois Vjekoslav Pilz – Auswanderung nach Slawonien
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Geburt des späteren Oberförsters, der nach Slawonien (heute Kroatien) auswandert und sich dort kulturell assimiliert.
Migration
1838–1851
Testament von Peter Kofler
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Das Originaldokument wurde am 15. Mai 1838 in Mailand verfasst; mehrere Nachträge entstanden bis 1851 ebenfalls in Mailand sowie in Rovereto. Es dokumentiert den großen Wohlstand und klärt die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Tirol und Italien.
Kofler-Linie
um 1857/58
Ein entfernter Widerschein der „Radetzky-Klammer"
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Als Maria Antonietta Gioppi (geb. Cofler) nach Mantua einheiratete, erfuhr sie aus dem dortigen Adelskreis, dass einige dieser Familien vergeblich für einen Verurteilten beim Feldmarschall Radetzky interveniert hatten. Kein persönlicher Kontakt – aber ein letztes, schwaches Echo jener Radetzky-Verbindung, die in der Familiengeschichte an anderer Stelle ausführlicher behandelt wird.
Adelsforschung
1881
Geburt Emma Hofmann
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Großmutter des Autors (Kekulé 5). Durch sie verbinden sich die Handwerker-Traditionen aus Schmiedeberg mit der Familie.
Stammreihe
1945/1946
Vertreibung aus Böhmen
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Verlust der Heimat für den Großteil der deutschsprachigen Verwandtschaft. Die direkte Linie lebte bereits in Österreich.
Stammreihe
2025
Abschluss der Chronik
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Veröffentlichung von Band 1 und 2 sowie Start dieses digitalen Archivs zur langfristigen Sicherung der Daten.
Gegenwart